Heute
morgen bin ich mal wieder von einem meiner Lieblingstäume wach
geworden. Ich war bei ihr, wir haben geredet und uns vertragen. Ich
hab sie in den Arm genommen und dann bin ich aufgewacht. Dann bin ich
meistens kurz glücklich, bis mir dann einfällt, dass das nur ein
Traum war. Dann erinnere ich mich, dass das nicht passiert ist.
Manchmal liege ich nach sowas eine Stunde im Bett und weine; manchmal
nur 15 Minuten. Aber so oder so tut es weh.
Meine
Lebensgrundlage ist ein „vielleicht“. Es tut weh und alles fühlt
sich leer an. Ich warte nur drauf, dass ich irgendwas von ihr höre.
Hoffe, dass alles irgendwie gut wird, auch wenn ich weiß, dass es
nicht wieder so wird, wie es war. Ich lebe wegen einem „vielleicht“
von dem ich weiß, dass es nicht passieren kann. Aber immerhin kann
ich hoffen und träumen. Und mir das in einer Therapie ausreden
lassen.
Ich habe
Angst. Ich bin traurig. Alles ist leer.
Gestern
Abend war ich noch froh, dass ich den ganzen Tag nicht über
Selbstmord nachgedacht habe; heute morgen fühle ich mich, als hätte
ich keinen anderen Ausweg. Es ist das Prinzip von „ein Schritt in
die richtige Richtung, zwei in die Falsche“. Es trifft zu; immer.
Jedes Mal, wenn es mir einigermaßen gut geht, passiert irgendwas,
was mich zurückwirft. Jedes Mal wird es schlimmer.
Ich warte
nur darauf, dass irgendwas passiert. Dass sie anruft oder mir einen
Brief schreibt oder sonst irgendwas macht.
Ich will
nicht mehr auf ein „vielleicht“ warten. Ich kann das nicht.
Ein großer
Dank geht an alle, die mir in den letzten Wochen geholfen haben; mich
aufgeheitert haben oder mich einfach abgelenkt haben. Besonders die
zwei Leute, die ich als richtige Freunde bezeichnen würde. Ihr zwei
da. Danke.
~ Tobi
Scott Horst Jonas Emil James
Was du hier beschreibst, erlebe ich derzeit bei einer Person in meinem nahen Umfeld hautnah mit.
AntwortenLöschenNach einigen Nachforschungen sind wir auf das Thema "Hochsensibilität" gestoßen. Vielleicht solltest du dich einmal erkundigen, ob das auch auf dich zutrifft und dich vielleicht dazu beraten lassen.
Hier mal ein kurzer Auszug, der das ein wenig beschreibt:
"Kummer (Liebeskummer) und Trauer in Verbindung mit Hochsensibilität kann dramatische Ausmaße annehmen. Kummer ist so etwas wie eine Entzugserscheinung. Deshalb wird auch die geliebte Person so sehr vermisst und die Sehnsucht kann unerträglich sein.
Leiden Sie als hochsensibler Mensch an Kummer oder Trauer, wird Sie das noch viel intensiver belasten und beschäftigen als einen nichtsensiblen Menschen. Die Frage nach dem "Warum" löst höchstwahrscheinlich extreme Qualen in Ihnen aus und Ihre Gedanken kreisen um nichts anderes mehr.
Wahrscheinlich durchleben Sie gerade die gesamte Bandbreite an Gefühlen und Emotionen. Sie weinen vielleicht sehr viel, fühlen sich traurig, hilflos und ängstlich, verzweifelt, innerlich leer, wütend, verletzt und im Stich gelassen, ziehen sich vor Ihrem Umfeld und der Umwelt zurück und wissen nicht wie Sie ohne den geliebten Menschen weiterleben sollen.
Als hochsensibler Mensch sind Sie einem besonders hohen Leidensdruck ausgesetzt und besonders anfällig für Angsterkrankungen oder Depressionen, die sich aus nicht verarbeitetem Kummer oder nicht überwundener Trauer entwickeln können. Auch eine posttraumatische Belastungsstörung kann sich unter Umständen im Einzelfall entwickeln wenn der Kummer oder die Trauer nicht bewältigt werden kann."
Alles Gute weiterhin <3